Teflon ist ein Markenname, die Beschichtung heißt PTFE: ein Kunststoff, der so reaktionsträge ist, dass ihn dein Körper nicht aufnimmt. Per Definition zählt er auch zu den PFAS, den „Ewigkeitschemikalien“, und daher kommt die Sorge.
Eine unbeschädigte Pfanne, die du normal benutzt, schadet dir nach Einschätzung der Behörden nicht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sagt das ausdrücklich, ebenso die US-Behörde FDA, die ergänzt, dass die kleinen Moleküle, die übergehen könnten, beim Aufbringen der Beschichtung im Werk größtenteils verdampfen. Der frühere Problemstoff PFOA war ein Hilfsstoff bei der Herstellung von PTFE, kein Bestandteil der Pfanne. „PFOA-frei“ auf der Packung sagt dir nur, dass dieser eine Stoff fehlt, nicht dass sonst nichts Fluoriertes hineingekommen ist.
Das Risiko, das das BfR tatsächlich nennt, ist die leere Pfanne auf hoher Hitze:
- Was passiert: bei etwa 360 °C beginnt sich die Beschichtung zu zersetzen und gibt Dämpfe ab, die du weder siehst noch riechst. Induktion und Gas erhitzen eine dünne Pfanne sehr schnell.
- Beim Menschen: eine kurze, grippeähnliche Erkrankung.
- Wen es am meisten trifft: Ziervögel, die binnen Minuten sterben können. Wer Vögel hält, verzichtet besser ganz auf PTFE im Haus.
- Was du tun kannst: Öl oder Essen in die Pfanne geben, bevor die Platte angeht, und die Pfanne nicht unbeaufsichtigt lassen.
Wenn du dir von dieser Seite nur eins merkst: Erhitze eine Antihaftpfanne nie leer. Erst Öl oder Essen hinein, dann die Platte anstellen.
Eine zerkratzte Beschichtung gibt Partikel ab. Forschende der australischen Flinders University schätzten, dass aus zerkratzten Töpfen beim simulierten Kochen Tausende bis Millionen Teflon-Teilchen frei werden, und eine Studie des Plymouth Marine Laboratory von 2024 fand PTFE-Partikel in einem Gelee, das als Ersatz für Essen in Antihaftpfannen zubereitet wurde. Beide haben gemessen, was sich löst, nicht was es bewirkt. Das BfR sagt, PTFE-Partikel werden unverändert ausgeschieden und man erwartet keine Schäden; bei den allerkleinsten weiß niemand, was sie langfristig tun. Der Rat ist deshalb schlicht: Ist die Beschichtung zerkratzt oder blättert sie ab, kommt eine neue Pfanne ins Haus.
Das stärkere Argument gegen Teflon ist, wie es hergestellt wird und was danach mit ihm passiert. Fabriken für Fluorpolymere haben jahrzehntelang PFOA und den Ersatz GenX ausgestoßen, PTFE baut sich in der Natur nicht ab, und Fachleute streiten, ob es als Polymer mit geringem Risiko gelten darf. Die EU arbeitet an einer Beschränkung von PFAS als Gruppe. Der Vorschlag sieht für Antihaft-Kochgeschirr eine Übergangsfrist vor, aber Gesetz ist das noch nicht, und die Termine können sich verschieben. Die Stiftung Warentest testet PTFE-Pfannen deshalb gar nicht mehr.
Keramik-Antihaft ist keine Keramikpfanne. Es ist eine dünne Schicht auf Siliziumdioxid-Basis, auf Aluminium gesprüht und von Haus aus frei von PFAS. Die Stiftung Warentest hat in ihrem Test 1/2025 dreizehn PTFE-freie Pfannen auf Schadstoffe geprüft und keine gefunden.
Der Haken ist, wie lange sie gleitet:
- Verschleiß: in diesem Test bekamen nur zwei der dreizehn das Urteil „gut“, und die Schwachstelle war, die Antihaftwirkung über 200 Spiegeleier hinweg zu halten. Die tschechischen Tester von dTest stellten 2025 fest, dass die Keramikpfannen schlechter abschnitten als die mit Teflon und schneller verschlissen.
- Wie lange: Hersteller sprechen von zwei bis fünf Jahren; bei täglichem Kochen würden wir mit ein bis zwei Jahren rechnen.
- Pflege: lass die Pfanne vor dem Spülen abkühlen und spül sie von Hand. Schnelle Temperaturwechsel lassen die Schicht reißen.
Willst du keine PFAS und eine Pfanne für Jahrzehnte, schaffen das Kohlenstoffstahl, Gusseisen und Edelstahl, mit etwas Fett.
Eine Antihaftbeschichtung verbraucht sich, wie ein Schwamm, nur langsamer. America’s Test Kitchen weist darauf hin, dass sich PTFE-Beschichtungen abnutzen und sich nicht erneuern lassen, und rechnet bei guter Pflege mit etwa drei bis fünf Jahren.
- Hitze: niedrig bis mittel. Erst Öl oder Essen hinein; raucht das Öl, ist es zu heiß.
- Küchenhelfer: Holz, Silikon oder Nylon. Kein Metall, keine Stahlwolle.
- Spülen: von Hand mit einem weichen Schwamm. Die Spülmaschine nutzt die Beschichtung schneller ab, auch wo der Hersteller sie erlaubt.
- Ofen: halte dich an die Grenze des Herstellers, die bei manchen Pfannen niedriger ist, als du denkst.
- Wann ersetzen: sobald die Beschichtung zerkratzt ist oder abblättert, oder die Eier auch mit etwas Fett kleben bleiben.